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Begriff Definition
Bankauskunft

Die Bankauskunft ist eine offizielle Mitteilung des kontoführenden Kreditinstitutes. In der Bankauskunft eines kontoführenden Kreditinstitutes wird in allgemeiner Form über die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Kreditwürdigkeit sowie die Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral des betreffenden Kunden Auskunft erteilt. Hierbei sind unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Erstellung einer Bankauskunft für Firmenkunden und für private Personen zu beachten. Bei Privatpersonen muss eine ausdrückliche Zustimmung vorliegen. Nur wenn diese vorliegt, darf das kontoführende Institut die Bankauskunft erteilen und übermitteln. Bei Firmen- und Geschäftskunden hingegen ist die Ermächtigung zur Bankauskunft gegeben, solange keine ausdrücklich gegensätzliche Weisung gegeben wird.

Bankgeheimnis

Das Bankgeheimnis stelle eine Verpflichtung für alle kontoführenden Institute dar. Durch das Bankgeheimnis sind Institute zur Geheimhaltung verpflichtet. Es darf keine Auskunft über persönliche, wirtschaftliche oder spezielle finanzielle Verhältnisse der Kunden erteilt werden. Diese Daten und Angaben unterliegen in vollem Umfang der Geheimhaltungspflicht. Zudem haben Institute aufgrund des Bankgeheimnisses ein Auskunftsverweigerungsrecht. Dieses besagt, dass angeforderte Auskünfte bei Zivilprozessen oder ähnlichem verweigert werden dürfen. Das Auskunftsverweigerungsrecht gilt generell auch gegenüber der freiwilligen Gerichtsbarkeit, Arbeitsgerichten, Sozialgerichten und Verwaltungsgerichten. Eine Verletzung des Bankgeheimnisses stellt einen Vertragsbruch dar und kann daher zu einer fristlosen Kündigung durch die betroffene Person und zu einer Schadensersatzforderung führen. Kreditinstitute werden von der Wahrung des Bankgeheimnisses befreit, wenn der Kunde diese Befreiung ausdrücklich befreit. Die Befreiung von der Wahrung des Bankgeheimnisses kann zudem durch die Strafprozessordnung und die Abgabenordnung notwendig werden. Auch im Rahmen der Zwangsvollstreckung kann die Befreiung vom Bankgeheimnis erfolgen.

Baugeld

Gemäß § 1 Abs. 3 des gültigen Gesetzes über die Sicherheit der Bauforderungen ist der Begriff des Baugeldes klar definiert. Hierunter versteht man alle Fremdmittel, welche der Finanzierung von Bau-und Baunebenkosten dienen. Die Grundlage für die Gewährung von Baugeld bildet ein Darlehensvertrag. Das im Rahmen der Baufinanzierung beantragte Baugeld wird mittels der Eintragung eines Grundpfandrechtes besichert. Unabhängig von der Definition per Gesetz werden alle bei einer Bau- oder Immobilienfinanzierung genehmigten Gelder und fremden Mittel als Baugeld bezeichnet.

Bonität

Im Kreditwesen und Finanzierungsbereich wird der Begriff der Bonität mit der Rückzahlungsfähigkeit des Darlehensnehmers erklärt. Die Bonität stellt hierbei die Fähigkeit einer Person oder eines Unternehmens dar, die vertraglichen Verpflichtungen aus einem Darlehens- oder Kreditvertrag ordnungsgemäß und fristgerecht zu erfüllen. Die Feststellung der Bonität bei privaten Personen und Unternehmen unterscheidet sich. Generell ist die Prüfung der Bonität ein fester Bestandteil der Kreditwürdigkeitsprüfung. Die Prüfung der Bonität erfolgt stets im Rahmen der Kreditbeantragung und hat einen direkten Einfluss auf die Kreditentscheidung durch den Darlehensgeber. Zudem kann die nachgewiesene Bonität direkten Einfluss auf die für den Kredit gewährte Verzinsung und die Forderung der Sicherheiten haben.